Progesteron-Crash: Warum deine Bullshit-Toleranz im Keller ist

Letzte Woche habe ich meinen Partner angefahren, weil er seine verdammte Socken schon wieder mitten im Wohnzimmer hat liegen lassen.

Nicht genervt. Nicht mit leichtem Seufzen. Sondern richtig angeschnauzt. Mit dieser neuen, scharfen Stimme, die ich selbst kaum wiedererkannt habe.

Und das Schlimme daran? Es hat sich nicht mal schlecht angefühlt.

Die Wahrheit über das „Überreagieren“

Mir wurde zwar gesagt, dass ich überreagiere. Alle sagen, wir reagieren über. Wir sind zu emotional. Zu dünnhäutig. Zu viel.

Aber hier ist die Sache: Progesteron hat uns jahrelang chemisch gedämpft. Es hat dafür gesorgt, dass wir den ganzen Bullshit um uns herum ertragen konnten. Den Typen im Meeting, der uns ins Wort fällt. Die Schwiegermutter, die kommentiert. Den Partner, der fragt, was es heute Abend zu essen gibt, während er neben dem vollen Kühlschrank steht.

Progesteron war unser interner Dämpfer. Und jetzt fällt es aus.

Das ist kein Bug. Das ist ein Feature.

Das Problem ist nicht deine Wut

Früher habe ich hinterhergeräumt. Früher habe ich gelächelt, obwohl ich innerlich gekocht habe. Früher habe ich „ist schon okay“ gesagt, obwohl nichts okay war.

Jetzt sage ich: „Räum deinen Scheiß selber weg.“

Und plötzlich bin ich die Schwierige. Die Unbequeme. Die, die nicht mehr automatisch alles glattbügelt.

Und weißt du, was mich wirklich wütend macht? Dass uns erzählt wird, wir sollen uns beruhigen. Atmen. Meditieren. An unserem Mindset arbeiten.

Als wäre das Problem unsere Reaktion und nicht die Tatsache, dass wir jahrzehntelang Dinge geschluckt haben, die nicht okay waren.

Die Perimenopause nimmt uns den chemischen Maulkorb ab. Plötzlich spüren wir, was wir immer gespürt haben. Nur ohne Filter. Und das fühlt sich an wie Wahnsinn, weil wir es nicht gewohnt sind.

Wir sind nicht wahnsinnig. Wir sind wach.

Das System hat davon profitiert

Es ist kein Zufall, dass Frauen genau in dem Alter unbequem werden, in dem wir nicht mehr gebraucht werden als Gebärende, als die, die alles zusammenhalten?

Unser gedämpftes, gefügiges Selbst war praktisch. Für alle anderen.

Die Kids brauchten uns ruhig. Der Job brauchte uns belastbar. Die Beziehung brauchte uns verständnisvoll. Und wir haben geliefert. Mit chemischer Unterstützung, von der wir nichts wussten.

Jetzt fällt das weg. Und plötzlich sind wir „schwierig“. Nein. Wir sind fertig damit, alles zu schlucken.

Kein Tipp, nur eine Haltung

Ich werde dir nicht sagen, dass du auf deine innere Stimme hören sollst oder deine Grenzen kommunizieren musst. Das weißt du selbst. Was ich dir sage: Deine Wut ist nicht das Problem. Deine Wut ist die Information, die du jahrelang unterdrückt hast. Sie zeigt dir, wo deine Grenzen wirklich liegen. Wo du jahrelang Ja gesagt hast, obwohl alles in dir Nein geschrien hat.

Der Progesteron-Crash ist brutal. Aber er ist auch ehrlich. Der Progesteron-Crash zeigt dir, was du wirklich fühlst. Das ist unangenehm. Für dich und für alle um dich herum.

Aber vielleicht ist unangenehm genau das, was jetzt dran ist.


Wann hast du zum ersten Mal gemerkt, dass etwas anders ist – und was hat sich für dich am meisten verändert?

Hinweis: Das Beitragsbild in diesem Artikel wurde mit Grok, der KI von xAI, generiert.

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